Christoph BrechChristoph BRECH, München, (Video)

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Die Bildfläche ist schwarz, als hätte der Film noch nicht begonnen. Man hört
Straßenlärm, Schritte, Stimmen.
Im rechten unteren Bildraum taucht ein Schwan auf, schwimmt langsam in die
schwarze Bildfläche hinein, gefolgt von anderen Schwänen.
In einem schattenlosen Bühnenraum entfaltet sich eine Choreographie zu
Richard Wagners Lohengrin Vorspiel, das sich in die Geräusche der Straße
mischt.
Die Szene wurde nachts in Berlin bei minus 17 ° Celsius von einer Brücke
aus gefilmt, unter der sich die Schwäne in einem noch nicht zugefrorenen
Wasserbereich versammeln.
Die Bewegungen der Tiere sind kältebedingt reduziert. Beleuchtet wird die
Szene von einer Straßenlampe und der Neonreklame eines nahe gelegenen
Restaurants. Anhaltspunkte zu Ort und Zeit fehlen.
Das Ballet der Schwäne entfernt sich in zunehmendem Maße aus der Realität,
(die Gralsburg), Monsalvat entsteht. (Christoph Brech)

 

Christoph Brech