Gotlind TimmermannsGotlind TIMMERMANNS, München, (Malerei)
www.gotlind-timmermanns.de

 

Bilder wachsen aus der Farbe.
Die Bilder entstehen ohne eine vorher angefertigte Zeichnung oder konkret ausgefertigte Skizze, auf der das geplante Werk bereits zu sehen wäre. Doch ein Konzept gibt es: eine konkrete Vorstellung von einer zu erreichenden Struktur oder Farbklang. Wobei Farbe sowohl im Sinne von "Color" als auch im Sinne von "Paint" zu verstehen ist. Sowohl der Farbwert als auch die Substanz der Farbe sind von großer Bedeutung. Das Bild entsteht in mehreren Schichten. Die Malweise, die Verwebungen von Strukturen und Farben korrespondieren eng mit den Bildinhalten.
Die ersten Schichten bilden die Untermalung für die darauf aufbauenden Farbtöne und Farbstrukturen. Diese Untermalungen steigern die Wirkung der darüber liegenden Farbschichten. Es entsteht ein Wechselspiel aus einerseits "harten, festen" Flächen, die durch das Abziehen der Farbe mit einem Rakel entstanden sind und das Bild stabilisieren, und andererseits aus Formen der verlaufenden Farbelemente, die sehr flüssig aufgetragen oder direkt aus dem Farbbehälter geschüttet werden. Mineralische Farben und Erdtöne, wirken mit künstlich wirkenden leuchtenden, synthetischen Farbtönen zusammen. Verwebungen entstehen durch Kippen des Bildes und ihre Strukturen erzeugen eine Staffelung ins Räumliche. Die rhythmische Anordnung von Strukturen oder kontrastierenden Farbelementen lassen den Betrachter immer wieder neue Farbklänge entdecken. Die unzähligen aufeinanderliegenden transparenten Farbschichten, lassen Farbnuancen entstehen, die an Rubens perlmuttene Oberflächen erinnern.
Bei dem Bild "ereignislos" ist am Rand die unbehandelte, rohe Leinwand zu sehen. Die Farbe der Leinwand aufgreifend entwickelt sich in verschiedenen Grautönen das ruhige Bild. Durch viele übereinander gelegte Farbtöne - Magenta, Caput Mortum, Ocker, entsteht ein Tiefenraum etwas unterhalb der Bildmitte.
Timmermanns verbindet sprachliche Bilder mit malerischen Problemen: In der Serie "flüssig" sucht sie nach Analogien zwischen dem Sujet Wasser und der Flüssigkeit der Farben. Das Fließende der Farbe als Substanz, aufgetragen in sich überlagernden Strukturen, erzeugen einen energetischen Bildraum. (Janes Lazlo-Stadler)

 

 

Gotlind Timmermanns